Weiter geht’s

Hier nun die Fortsetzung des Artikels “ Arbeit macht glücklich „, mit den Denkfehlern 6 -10.
Hast du den Artikel letzte Woche verpasst? Kein Problem, hier nochmal der Link >>
Mit den beiden Artikeln möchte ich folgende These unterstreichen und natürlich in den Köpfen festsetzen:

“ Arbeit macht glücklich „

Viele Menschen sind eher vom Gegenteil überzeugt, was meiner Meinung nach häufig an grundsätzlichen Denkfehlern in Bezug auf die Arbeit liegt. Man könnte sie auch Missverständnisse oder falsche Erwartungen nennen.

Zehn, aus meiner Sicht sehr große Missverständnisse möchte ich mit diesen beiden Artikeln nun ausräumen. Weiter geht’s mit # 6….

Denkfehler # 6 – Geld verdienen macht nicht glücklich

„Geld macht auch nicht glücklich.“ Das sagen häufig die, die sich insgeheim mehr Geld wünschen. Geld sinnlos auf dem Konto anzuhäufen macht natürlich nicht glücklich, doch es ist erwiesenermaßen ein gutes Gefühl, Geld zu verdienen. Es ist auch ein gutes Gefühl, mehr Geld zu bekommen als im Moment – z. B. durch eine Gehaltserhöhung o. ä. Das macht glücklich. Und es ist auch nichts verwerfliches danach zu streben.
Allerdings solltest du dieses Glück kritisch betrachten, denn:

  • Dieses Glücksgefühl ist nur sehr kurzfristig. Beobachte dich einmal selbst, wie lange du dich über verdientes Geld freust und wie lange du dich über verlorenes Geld ärgerst 😉
  • Das gute Gefühl des höheren Verdienstes geht, wissenschaftlich erwiesen, bei ca. 60.000 .- €, brutto pro Jahr spürbar zurück. Am besten hat es Arnold Schwarzenegger erklärt, als er sagte: „Ich hab‘ jetzt 50 Millionen Dollar. Vorher hatte ich 48 Millionen, da war ich genauso glücklich.“ So funktioniert Wissenschaft in Österreich 😉
  • Das Glücksgefühl verschwindet meist sofort, wenn du dich mit Anderen vergleichst. Wenn du in einer Gruppe von zehn Leuten einer Person 100 € schenkst, wird er sich zunächst freuen. Verrätst du ihm danach, dass die anderen neun Gruppenmitglieder jeweils 1.000 € bekommen, ist es mit der Freude häufig schnell vorbei. Dabei hat sich am Ergebnis nichts geändert. Sieh es einfach so: Es gibt immer irgendjemanden der mehr verdient als du. Reicht dir das nicht aus, dann lese nochmal bei Denkfehler #2 nach.

Denkfehler # 7 – Bei der Arbeit zählt nur das Geld verdienen

Das andere Extrem – der Höhe des Gehalts wird alles untergeordnet. In meinem Schulvortrag erkläre ich das auf folgende Weise:
Ich bitte einen Zuhörer einen bereits zugeknoteten Luftballon weiter mit Luft zu füllen. Eine nicht nur sinnlose, sondern auch beinahe unmögliche Aufgabe. Wenn er es fünf Sekunden lang mit all seiner Atemkraft versucht hat, bekommt er dafür 5€ – damit ist die Übung auch schon vorbei. Was folgt ist die Erklärung, dass für viele Menschen Arbeit genauso funktioniert wie diese Übung:
Sie machen eine Tätigkeit, die für sie keinen tieferen Sinn hat. Sie zwingen sich täglich dazu und geben dafür Ihre wertvolle Lebenszeit, um einmal im Monat das kurzfristige Glücksgefühl des Gehaltsschecks zu bekommen. Einen schnelleren Weg ins Unglück kann ich mir kaum vorstellen.
Natürlich, Geld verdienen ist wichtig. Doch der Höhe des Einkommens alles unterzuordnen ist für die meisten eine fatale Fehlentscheidung.

Denkfehler # 8 – Man muss die Nr. 1 werden

Machen wir es kurz: Bei der Leistung ist der Vergleich mit Anderen genauso wenig sinnvoll wie beim Thema Geld. Die Leistung der Anderen kannst du nicht beeinflussen, sondern immer nur die eigene. Daher ist es wesentlich besser sich folgendes vorzunehmen:

„Ich werde die/der Beste, die/der ich sein kann.“ 

Das Beste aus sich und seinem Potenzial zu machen, ist ein hervorragendes Ziel. Was kümmern einen die anderen, wenn man für sich selbst alles erreicht hat?

Denkfehler # 9 – Ich habe kein großes Talent

Dieser Denkfehler ist bei vielen Menschen anzutreffen – egal welchen Alters. „Ich kann doch nichts besonderes.“  Ein fataler Irrtum! Jeder von uns hat eine einzigartige Talentkombination. Jeder!
Häufig ist zu beobachten, dass nur „Singen“, „Fußball spielen“ und ähnliche Dinge als wirkliche Talente angesehen werden. Es gibt aber nicht nur Talente des Tuns, wie z. B. Singen, sondern auch Talente des Fühlens und Denkens.
Wer z. B. ein besonderes Einfühlungsvermögen hat und immer sofort merkt, wie es seinem Gegenüber gerade geht und was er oder sie braucht, hat damit ein großes Talent.
Wer herausragende organisatorische Fähigkeiten besitzt, hat mit diesem wiederkehrenden Denkmuster ebenfalls ein großes Talent.
Talente sind sehr vielschichtig. Ich würde es durchaus als eine Lebensaufgabe bezeichnen, sie zu finden, zu entwickeln und gewinnbringend für dich und andere einzusetzen. So geht Erfüllung im Beruf! Denn es macht eine Menge Spaß jeden Tag seine Talente einzusetzen und damit gutes zu tun.
Ein empfehlenswertes Buch zum Thema „Talent“: „Entdecken Sie Ihre Stärken jetzt!“ von Marcus Buckingham und Donald O. Clifton.
Arbeit macht glücklich

Denkfehler # 10 – Niemand hat Einfluss auf mich

Auch diesen Denkfehler löse ich in meinem Schulvortrag spielerisch auf. Ich stelle mich auf einen Stuhl und fordere einen der Schüler zu einem kleinen „Wettkampf“ heraus. Wir fassen uns an den Händen. Der Schüler versucht mich nach unten zu ziehen, ich versuche sie oder ihn nach oben auf den Stuhl zu ziehen.
Oben auf dem Stuhl bin ich praktisch chancenlos. Das Einzige was ich tun könnte, um nicht herunter gezogen zu werden ist LOSLASSEN.
Jeder hat irgendwo in seinem Umfeld diejenigen, die von unten ziehen. Häufig sogar unbemerkt. Von diesem gedanklichen Einfluss musst du dich unbedingt freimachen. Der Zug von unten kann sehr stark sein. Er äußert sich meist durch Sprüche wie:

  • „Das kannst du nicht!“
  • „Das schaffst du nicht!“
  • „Du bist mir vielleicht ein Traumtänzer!“
  • „Arbeit funktioniert nun mal so!“ usw. usw.

Wer seine Berufung und sein Glück in der Arbeit finden möchte, muss sich gedanklich von allen befreien, die predigen, dass genau das nicht funktioniert.
Dazu abschließend noch dieses Bild:
Arbeit macht glücklich

Eine lange Liste

Die Liste der Denkfehler und Missverständnisse ist lang. Daher habe ich sie auch in zwei Artikel aufgeteilt. Jeder dieser Denkfehler kann ein Stolperstein auf deinem Weg zu einem glücklichen, erfüllten und individuell erfolgreichen Berufsleben sein.
Ich hoffe, du überspringst nach diesen beiden Artikeln spielend alle diese Hürden. Denke immer daran: “ Arbeit macht glücklich ! „
Wie macht deine Arbeit dich glücklich? Welchen Weg bist du gegangen, um deinen persönlichen Erfolg zu finden? Schreibe mir gerne einen Kommentar.