Bei uns geht’s um knallhartes Business

Die Einwände bzw. Vorbehalte gegen Emotionen im Geschäftsleben sind vielfältig. Sie reichen von purer Ablehnung: „Emotionen sind doch was für Weicheier“, „Bei uns geht’s um knallhartes Business, was sollen wir da mit Emotionen anfangen“. Bis zu den üblichen Veränderungsabwehrsätzen: „Bei uns geht sowas nicht“ oder „Das haben wir schon immer so gemacht“.
Vielfach steckt auch die Angst dahinter, dass dieser „Firlefanz“ wahrscheinlich nur Geld kostet und nichts einbringt. Doch genau das Gegenteil ist der Fall!

Emotionen sind Bewegungsenergie

Es ist doch so: Egal was du herstellst oder anbietest, du tust es für andere Menschen und mit anderen Menschen. Denn wenn es nicht so wäre, würde ja niemand bei dir kaufen. Und genau deswegen ist es so unglaublich wichtig, sich im Business mit Emotionen zu beschäftigen. Denn sie sind die ureigenste Antriebskraft die wir Menschen haben. Sie sorgen auch dafür, dass jemand gerne bei dir kauft oder arbeitet. Das alles entscheiden Emotionen! Im Wort „Emotion“ steckt das englische Wort „Motion“. „Motion“ bedeutet übersetzt „Bewegung“. Emotionen sind also Bewegungsenergie. Sie bringen uns ins Handeln und steuern unser Handeln. Jeder von uns hat sechs emotionale Grundbedürfnisse:

  1. Den Wunsch nach Wachstum und Erfolg
  2. Den Wunsch nach Bedeutung
  3. Den Wunsch nach Sicherheit und Schutz
  4. Den Wunsch nach Abwechslung
  5. Den Wunsch nach Sicherheit und Verbundenheit
  6. Den Wunsch für andere einen Beitrag zu leisten und helfen zu können

Diese emotionalen Grundbedürfnisse steuern unsere gesamte Handlung. Deswegen wird sich ein Unternehmen, dass sich intensiv mit den positiven Emotionen im Unternehmen auseinandersetzt immer verbessern. Emotional und finanziell!

Emotionen im E3-Modell

Um den Emotionskreislauf im Unternehmen darzustellen, habe ich das E3-Modell entwickelt:

Emotionen
Dieses Modell bildet die drei großen Emotionsgruppen im Unternehmen ab:

  • Unternehmer-Emotion
  • Mitarbeiter-Emotion
  • Kunden-Emotion

Das entscheidende dabei ist, dass sich die Emotionsgruppen gegenseitig beeinflussen. Die Unternehmer-Emotion überträgt sich auf die Mitarbeiter, die der Mitarbeiter auf die Kunden und von da kommt es wieder zum Unternehmen zurück.
Emotionen beeinflussen übrigens nicht nur deine Handlung, sondern auch die Handlung der Menschen mit denen du in Kontakt kommst. Daniel Goleman beschreibt Emotionen in seinem Buch „Emotionale Führung“ als eine „offene Schleife“. Emotionen sind demnach ein System unseres Körpers, dass die Kraft hat auf andere Menschen zu wirken. Ein offenes System! Wir haben auch geschlossene Systeme im Körper. Unseren Blutkreislauf zum Beispiel. Wer Bluthochdruck hat, kann diesen nicht auf einen anderen Menschen übertragen. Das ist aufgrund des geschlossenen Systems nicht möglich. Das zeigt die immense Wirkung von Emotionen. Sie können auf andere Menschen wirken.

Emotionen nutzbar machen

Genau hier liegt die große Chance für Unternehmen. Wer gezielt Emotionen identifiziert und nutzbar macht, kann das Potenzial das im Unternehmen steckt auch wirklich entfalten.
Wer hingegen glaubt, dass wir Menschen rationale Wesen sind, der irrt gewaltig. Wir treffen unsere Entscheidungen emotional und meist unbewusst. Vor kurzem habe ich folgenden interessanten Vergleich gelesen: „Unser Bewusstsein ist nur eine Marketing-Aktion unseres Gehirns, die uns vorgaukelt, dass wir auch etwas zu sagen hätten.“
Es ist also zwingend nötig, sich mit dem Thema Emotionen gezielt auseinander zu setzen. Sich zu fragen, was der Kern der Unternehmer-Emotion wirklich für dich darstellt? Wofür brennst du? Was ist deine Leidenschaft? Wie willst du damit einen positiven Unterschied für deine Kunden ausmachen?
Zusammengefasst: Was ist deine Unternehmensphilosophie, der ureigene Kern deines Unternehmens?
Diese Philosophie wird Mitarbeiter und Kunden anziehen, die an das glauben woran du glaubst. Simon Sinek, Autor des Buches „Start with why“, formuliert es so:

„People don’t buy what you do, they buy why you do it!“ 

Die Menschen kaufen nicht das was du tust, sondern sie kaufen das Warum. Und dieses Warum ist der Kern deiner Unternehmer-Emotion. Warum existiert deine Unternehmen überhaupt? Wer diesen Kern für sich und sein Unternehmen identifiziert hat und sich auch gezielt mit den emotionalen Erfordernissen der Mitarbeiter und Kunden beschäftigt, die damit angezogen werden, ist klar auf der Überholspur.

E x E x E

Wer sich mit seinem Emotionskreislauf beschäftigt entfaltet das Potenzial in seinem Unternehmen. Dieses Potenzial ist menschlich! Unternehmen entfalten sich, wenn die Menschen im Unternehmen sich entfalten. Die Emotionsgruppen des E3-Modells addieren sich nicht, Sie multiplizieren sich und entfalten so das Potenzial das im Unternehmen steckt.
Emotionen sind also keineswegs etwas für Weicheier, sondern für Durchstarter!
Verleger Alexander Holzmann, u. a. Herausgeber des „handwerk magazin“ und der „Deutsche Handwerks Zeitung“, schrieb für mein Buch „Glücksschmiede Handwerk – Erfolg wird aus Leidenschaft gemacht“, folgendes Testimonial, dass auch diesen Artikel sehr gut abschließt:

„Jörg Mosler beschreibt Emotionen als Elixier des handwerklichen und beruflichen Erfolgs – und trifft es damit auf den Punkt.“


Webseite zum Buch
Alle Informationen zu „Glücksschmiede Handwerk“ findest du auf der Buchwebseite
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