Kann man oder kann man nicht?

Beim Thema Mitarbeitermotivation und der Frage „Kann man Mitarbeiter motivieren, oder nicht?“, stehen sich die Anhänger beider Seiten ähnlich unversöhnlich gegenüber, wie bei der Frage „Pepsi oder Cola?“  oder „Adidas oder Puma?“

Die einen antworten mit einem klaren „Ja!“.

Die Anderen vertreten genauso energisch das genaue Gegenteil. Häufig mit der These: „Man kann niemanden außer sich selbst motivieren.“
Ebenso häufig wird diskutiert, ob Mitarbeitermotivation überhaupt sinnvoll ist.
Als Leser dieses Blogs erwartest du von mir an dieser Stelle wahrscheinlich eine klare Positionierung, oder? Gut, du hast es so gewollt.
Meine Antwort ist ein klares: „Ja, ….aber…!“  😉
Ja, natürlich kann man Mitarbeiter motivieren, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen!
Wenn die Grundvoraussetzungen nicht stimmen, wird eine Maßnahme zur Mitarbeitermotivation von aussen immer ihr langfristiges Ziel verfehlen.
Diese 3 häufigen Fehler bei der Mitarbeitermotivation solltest du vermeiden:

Mitarbeitermotivation Fehler #1 – „Fehlender Sinn“

Menschen sind sinngesteuerte Wesen. Es gibt kaum einen größeren „Demotivator“ als fehlenden Sinn. Vielen von uns geht es beispielsweise in der Schulzeit so. In bestimmten Fächern sehen wir einfach keinen Sinn und die Motivation geht automatisch runter. Sinn entsteht aus dem Bewusstsein etwas wichtiges für sich und andere zu schaffen. Aus dem Antrieb einen positiven Unterschied im Leben anderer Menschen auszumachen. Fehlt dieser Sinn, geht die Grundmotivation für die Tätigkeit verloren. Und wenn dieses Feuer nicht mehr brennt, kannst du täglich einen „motivierenden Holzscheit“ nachwerfen, er wird kein Feuer mehr fangen. Im besten Fall glimmt er kurz auf, aber das war es dann auch. Das heißt für Unternehmen: Arbeite bewusst deinen Unternehmenszweck heraus und kommuniziere ihn so häufig und so emotional wie möglich.

Mitarbeitermotivation Fehler #2 – „Fehlende Beziehung“

Um einen anderen Menschen motivieren zu können, brauchst du eine Beziehung zu ihm. Dieser Faktor genießt in der Führung leider wenig Priorität, ist aber unerlässlich für eine Motivation von aussen. Bedenken Folgendes: Das wertvollste, das du einem anderen Menschen schenken kannst, ist deine Aufmerksamkeit. Wenn du sich für einen Menschen nicht interessierst, ihm aber als Ausgleich dafür hin und wieder ein „Motivations-Leckerchen“ hinwirfst, wirkt das wenig motivierend.

Mitarbeitermotivation Fehler #3 – „Fehlende Individualität“

Motivationsanreize werden häufig nach dem „Gießkannenprinzip“ über alle ausgeschüttet. Das Problem: Wir sind nun mal nicht alle gleich. Was den Einen zur Höchstleistung antreibt ist dem Anderen völlig gleichgültig oder demotiviert ihn vielleicht sogar. Nutze die Beziehung zu deinen Mitarbeitern. Finden heraus was sie benötigen um „aufzublühen“. Am Besten fragst du sie ganz direkt danach. Wenn ein Mitarbeiter in deinem Unternehmen die Möglichkeit hat seine Ziele zu verwirklichen, wird er auch dich dabei unterstützen deine zu verwirklichen. Genau in diesem Punkt liegt auch die Bringschuld deiner Mitarbeiter beim Thema Mitarbeitermotivation. Nur wer preisgibt, was für ihn wichtig ist, hat die Chance auf sinnhafte Motivation.

Mein Fazit

Ja, Motivation über äußere Anreize ist möglich, wenn die Voraussetzungen dafür stimmen!
Was tust du, um deine Mitarbeiter zu motivieren? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.