Auch das Beste Seminar bringt nichts!

Ein gutes Seminar bringt nichts? Gut, ich gebe es zu, diese Überschrift ist schon etwas reißerisch. Doch was die sog. „Yellow-Press“ kann, darf man sich hin und wieder auch mal zu nutze machen, oder?
Ich hoffe dieser Teaser, um in der Pressesprache zu bleiben, sichert mir deine volle Aufmerksamkeit auf das Thema Seminare.
Natürlich möchte ich in diesem Artikel nicht über den Inhalt von Seminaren herziehen. Weder über meine eigenen noch über das Seminar eines Kollegen. Denn die meisten, natürlich nicht alle, Fortbildungen sind sinnvoll aufgebaut und bringen den Teilnehmern einen Nutzwert.
Trotzdem bringen sie häufig nichts! Warum ist das so?

Zeig mir den Weg

Ein Seminar kann dir immer nur den Weg zeigen. Gehen musst du ihn selbst. Genau daran scheitern die meisten Seminare – an der Umsetzung!
Seminar
Du kennst das bestimmt:
Wenn man in einem guten Seminar sitzt, hat man ein gutes Gefühl. Das Thema ist interessant, der Seminarleiter kompetent und unterhaltsam. Jedes neue Themenfeld bringt einen auf neue Ideen für das eigene Unternehmen. Mitunter kommt man als Seminarteilnehmer sogar in ein euphorisches Gefühl hinein. Die Vorstellung was mit den Seminarinhalten und Ideen alles möglich ist, fühlt sich einfach richtig gut an.
Doch auch das beste Seminar ist einmal vorbei. Was folgt ist der Alltag im Unternehmen.

Veränderung tut weh – so oder so!

Eben dieser Alltag ist meistens der größte Umsetzungssaboteur. Das gute, euphorische Gefühl ist weg, die alltäglichen Aufgaben verschlingen den Großteil der zur Verfügung stehenden Zeit.
Und dann sind da ja auch noch die Mitarbeiter oder Kollegen, die vielleicht nicht mit auf dem Seminar waren, und einer Veränderung ihrer lieb gewonnen Abläufe eher skeptisch gegenüber stehen.
Und weißt du was? Das ist ganz normal! Wir Menschen sind auf Routinen geprägt. Unser Gehirn liebt Routinen und gleiche Abläufe, weil sie uns wenig Energie kosten. Es gab eine Zeit, da war das auch durchaus sinnvoll. Eine Zeit in der man nicht wusste, ob einem morgen wieder ein leckeres Stück Wild vor den wurfbereiten Speer läuft, oder nicht.
Doch heute, wo die wenigsten von uns ihr Mittagessen noch selbst erlegen müssen, ist uns diese Abneigung gegenüber Veränderungen häufig im Weg.
Denn seien wir doch mal ehrlich: Unsere Welt ist so schnell geworden, dass Veränderung nun mal fast Tagesgeschäft geworden ist (ich übertreibe ganz bewusst ein bisschen).
Veränderung und Weiterentwicklung ist also unbedingt erforderlich, so oder so. Es gibt zwei Antriebskräfte die uns zur Veränderung anstiften: Lust oder Schmerz. Das heißt Veränderung findet statt weil wir es wirklich wollen (Lust) oder weil es nicht mehr anders geht und wir müssen (Schmerz). Veränderung tut also immer weh. Ein bisschen, weil man sich erstmal dazu überwinden muss, oder sehr stark weil einen die Situation zur Veränderung zwingt.
Was also tun?

Ein Seminar muss gut geplant sein

Wenn du in Zukunft auf ein Seminar gehst, dann mache dir sich einen genauen Plan, wie du und deine Mitarbeiter/Kollegen die Inhalte umsetzen werden. Denn das Seminar ist nur der Kick-Off, die eigentliche Arbeit beginnt danach.
Hier also meine 4 Tipps, um das Meiste aus einem Seminar raus zu holen:

  1. Plane mit der Buchung eines Seminars schon einen festen Tag zur Aufarbeitung der Inhalte ein und blocke ihn in deinem Kalender. Wenn du zum Beispiel am Freitag ein Seminar besuchst, dann blocke dir den Samstag oder den Montag für die Aufarbeitung der Inhalte. Wer hierfür keinen festen Termin hat, wird schnell wieder vom Alltag in seinen Bann gezogen und die Seminarunterlagen landen auf einem Stapel in der Ablage.
  2. Zeige deinen Mitarbeitern oder Kollegen bevor Sie überhaupt über Inhalte und Details sprechen, was diese von der anstehenden Veränderung haben. Das ist die erste Frage, die deinen Mitarbeitern durch den Kopf geht, „Was habe ich davon?“. Die Antwort auf diese Frage solltest du geben, bevor sie überhaupt gestellt wird. Wenn du also die Inhalte aufarbeitest und weißt was du tun willst, erarbeite danach die Antwort auf die erste Frage deiner Mitarbeiter. Die Antwort entscheidet darüber, ob die Veränderung aus Lust oder Schmerz oder überhaupt nicht stattfindet.
  3. Plane die Umsetzung in kleinen, erreichbaren Schritten. Häufig nimmt man sich einfach zu viel auf einmal vor und verliert sich dann im Strudel der zu bewältigenden Aufgaben. Planen zum Beispiel in Monatsschritten. Im ersten Monat setzten wir das um! Wir ziehen es konsequent durch und entwickeln Routinen dafür. Wenn es läuft und auch unser Gehirn sich daran gewöhnt hat, kommt eine zweite Sache dazu, dann eine Dritte und so weiter. Mit dieser Strategie hast du die größte Aussicht auf nachhaltigen Erfolg.
  4. Fang wenn möglich bei der Umsetzung mit den Dingen an, die den schnellsten, sichtbaren Erfolg versprechen. Die sog. „Quick-Wins“, die schnellen Siege. Wenn am Anfang keine Ergebnisse sichtbar werden, fällt die Motivation meist schnell wieder ab und die Skeptiker treten auf den Plan: „Ich hab‘ doch gleich gesagt, das es nicht funktioniert.“ Wenn jedoch schnell Ergebnisse sichtbar werden, bleibt die Motivation auf einem hohen Niveau. Vielleicht stößt du sogar mit deinem Team in lockerer Runde auf diesen ersten Erfolg an und besprichst in lockerer Atmosphäre die nächsten Schritte.

In diesem Sinne wünsche ich dir bei deinem nächsten Seminar bzw. deiner nächsten Fortbildung maximalen Umsetzungserfolg.


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