Tipps für die Stellenanzeige – Achte auf Kleinigkeiten

 

Reden wir nicht um den heißen Brei herum: Natürlich hat dein Budget

Einfluss auf die Verbreitung deiner Stellenanzeige. Doch darauf habe

ich keinen Einfluss. Was ich dir zeigen möchte, sind die kleinen Dinge,

auf die du achten solltest, um dein Budget wirklich effektiv zu nutzen.

Egal, ob klein oder groß.

Deswegen findest du in diesem Artikel sechs Dinge, auf die du bei

deiner Stellenanzeige unbedingt achten solltest.

Legen wir los…

 

 

Tipps Stellenanzeige #1 – Sichtbarer „Call to Action“

 

Der „Call to Action“ ist nichts anderes, als die Handlungsaufforderung

für deinen Kandidaten. Du sagst deinen potenziellen Kandidaten damit klar und

deutlich, was sie jetzt als nächstes tun sollen. Bewerben, mailen, anrufen etc.

Diese Aufforderung solltest du gut und sichtbar in der Stellenanzeige platzieren.

Am besten in einer auffälligen Farbe und in entsprechender Größe.

Ich weiß, das klingt sehr trivial, doch ein klare und gut sichtbare

Handlungsaufforderung ist extrem wichtig und wird sehr häufig

vergessen.

 

 

 

Tipps Stellenanzeige #2 – Was willst du wirklich?

 

Überlege dir beim Texten der Stellenanzeige genau, was du von deinem Kandidaten

als nächsten Schritt forderst. Die normale Forderung lautet:

„Schicken Sie uns Ihre aussagekräftige Bewerbung an…“

Meine Frage dazu an dich lautet: Brauchst du wirklich eine Bewerbung im ersten Schritt?

Oder wäre es nicht sinnvoller zu sagen: „Nimm jetzt Kontakt zu uns auf“

Das heißt der erste Schritt für deinen Kandidaten ist eine Mail, WhatsApp oder ein Anruf.

Die Hürde dabei ist wesentlich geringer und somit deine Kontaktquote höher.

Ich weiß, viele stehen auf dem Standpunkt, dass derjenige, der keine Bewerbung

schreiben will, ohne nicht zu ihnen passt – zu faul…

Doch jetzt mal ehrlich: Suchst du einen guten Bewerber oder einen guten

Mitarbeiter/Azubi? Siehst du! Also denke mal drüber nach, ob du in deiner

Stellenanzeige zur Kontaktaufnahme statt zur Bewerbung aufforderst.

 

 

 

Tipps Stellenanzeige #3 – Muss und Kann

 

Wenn du das Anforderungsprofil für deine Stellenanzeige schreibst, dann

prüfe genau, was dein Kandidat können muss. Die Dinge, die er können

muss, solltest du ganz klar von den Fähigkeiten unterscheiden, die nur

„Nice to have“ wären. Und das solltest du nicht nur im Vorfeld tun, das

solltest du auch in deiner Stellenanzeige ganz klar kenntlich machen.

Tust du das nicht, kann folgendes passieren:

Du hast vier Anforderungen an deinen Kandidaten, drei davon erfüllt er

und eine nicht. Der Kandidat denkt sich: Da brauche ich mich gar nicht

melden, ich erfülle die Bedingungen nicht. Und vielleicht war diese

Bedingung für dich nur ein „Nice to have“. Wäre schon schön, wenn der

neue Mitarbeiter auch noch „XY“ kann. Wenn dein Kandidat diesen Umstand

allerdings nicht aus deiner Stellenanzeige herauslesen kann, wird er sich

wahrscheinlich nie bei dir melden!

 

 

Tipps Stellenanzeige #4 – Bieten vs. Fordern

 

Dieser Tipp für deine Stellenanzeige ist einem einfachen, menschlichen Verhalten

geschuldet. Wir fragen uns tief in unserem Inneren immer zuerst einmal:

Was habe ich davon? Die Amerikaner sagen: „What’s in it for me?“

Deshalb solltest du darauf achten, dass der Bereich deiner Stellenanzeige mit der

Überschrift „Wir bieten“ optisch größer ist, als der Bereich „Unsere Anforderungen“.

Das ist nur eine Kleinigkeit, aber kann sehr wichtig sein. Es ist ein optischer Effekt,

der beim flüchtigen Überfliegen ins Auge sticht und das Interesse deines Kandidaten

bindet. Und das willst du doch, oder?

 

 

 

Tipps Stellenanzeige #5 – Sag was Sache ist

 

Die Stellenanzeige ist ein beliebter Ort für Floskeln und unklare Adjektive.

Das geht schon los mit der Formulierung „aussagekräftige Bewerbung“.

Kannst du mir sagen, was genau damit gemeint ist? Wenn du eine Bewerbung

forderst, dann schreibe auch ganz klar, was da drin stehen soll!

Ohnehin solltest du in deiner Stellenanzeige Roß und Reiter nennen, wie man

so schön sagt.

Zum Beispiel beim Thema Verdienst. Da liest man dann Dinge wie:

„Gute Bezahlung“, „Erfolgsorientierte Vergütung“, „Tolle Verdienstmöglichkeiten“

etc. etc. Warum drucksen alle so mit der Wahrheit rum? Wem der angegebene

Betrag zu gering ist, der meldet sich nicht – fertig! Wie wichtig die Angabe des

Gehalts ist, zeigt auch Google. Stellenanzeigen die keine Gehaltsangabe enthalten

werden von „Google for Jobs“ nicht prominent ausgespielt.

Streiche also alle unklaren Formulierungen wie „familienfreundlich“, „branchenüblich“,

„aussagekräftig“ usw. aus deiner Stellenanzeige und schreibe dafür einfach was Sache ist.

 

 

 

Tipps Stellenanzeige #6 – Wie geht’s weiter

 

Was in so gut wie keiner Stellenanzeige steht ist der folgende Prozess.

Das heißt, was passiert nach der Aktion des Kandidaten.

Wie geht es nach der Bewerbung, dem Telefonat etc. weiter.

Wie lange dauert es, bis du dich entschieden hast, wie viele Gespräche

folgen bis zur Einstellung etc.

Das sind Informationen, die für einen Kandidaten durchaus von Belang sind.

Da sie in fast keiner Anzeige zu finden sind, stichst du allein schon damit

heraus, dass du sie in deine Stellenanzeige aufgenommen hast.

Ohnehin solltest du den Prozess der auf die Kontaktaufnahme des Kandidaten

folgt, ganz genau durchdenken und planen. Denn mit der Kontaktaufnahme ist

die Schlacht noch nicht geschlagen, sondern erst, wenn die Tinte auf dem

Arbeits-/Ausbildungsvertrag getrocknet ist.

 

 

Tipps Stellenanzeige – Das Fazit

 

Wie du siehst, sind die Tipps für deine Stellenanzeige durchaus vielfältig.

Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Im Grunde sind es Kleinigkeiten.

Eine Formulierung hier, ein Farbklecks oder eine Zusatzinformation dort.

Das alles kostet dich nichts, außer Zeit und etwas „Gehirnschmalz“.

Also dann, ran an die Umsetzung. Ich wünsche dir viel Erfolg…

 

P.S. Weil wir gerade beim Thema Stellenanzeige sind, kennst du die genialste

Stellenanzeige aller Zeiten? Nein? Dann schau mal hier…

 


„Was wünschen sich Mitarbeiter im Handwerk wirklich“ –

Die Ergebnisse der großen Studie von Jörg Mosler und handwerk magazin

JETZT KOSTENFREI RUNTERLADEN >>

 

Blog