Mitarbeitergewinnung ist Kopfsache

 

Mitarbeitergewinnung steht und fällt mit der Einstellung der handelnden

Personen im Unternehmen. Leider höre ich viel zu oft noch Sätze, die

den Erfolg in der Mitarbeitergewinnung massiv sabotieren.

Will heißen: Mit gewissen Einstellungen im Hinterkopf, steht sich ein

Unternehmen häufig selbst im Weg, wenn es versucht Mitarbeiter zu

gewinnen.

Sieben dieser Sätze und ihre Auswirkungen, habe ich dir in diesem

Blogartikel zusammengefasst. Legen wir los…

 

 

#1: „Derzeit keine offenen Stellen zu besetzen“

 

Auf diesen Satz trifft man häufig in Schriftform. Zu finden ist er auf vielen

Homepages unter der Rubrik „Jobs“ oder „Offene Stellen“. Und auch, wenn

die Aussage derzeit für ein Unternehmen faktisch richtig sein mag, sie hat in

etwa den gleichen Charmefaktor wie ein „Verpiss dich Schild“. Stell dir vor:

Jemand klickt bewusst auf diesen Bereich deiner Homepage und du weißt ihn

mit diesem Satz ab. Das ist fatal. Dieser Satz hat auf einer Karriereseite nichts

zu suchen. Hier solltest du die Leute von deinem Unternehmen begeistern.

Auch dann, wenn du gerade niemanden suchst.

Mehr Informationen zum Thema „Karriereseite“ findest du in diesem Artikel >>

 

#2: „Es bewirbt sich niemand bei uns“

 

Dieser Satz wird gerne gesprochen, wenn es um den Nachwuchs geht.

Hintergrund: Früher haben sich die jungen Leute automatisch für eine

Lehrstelle beworben. Zumeist ohne, dass das Unternehmen etwas dafür

tun musste. Weil das nun nicht mehr so ist, wird der Fachkräftemangel

beklagt und auf die Jugend geschimpft. (Anmerkung: Die Jugend ist nicht

besser oder schlechter als früher!) Geändert hat sich, dass sie nun die

Wahlmöglichkeit hat. Das heißt für dich als Unternehmer: Du musst etwas

tun. Es gibt da draußen eine Menge hervorragend geeigneter junger

Leute für dich. Sie werden sich nur nicht bei dir melden, ohne dass du

in der Mitarbeitergewinnung wirklich aktiv wirst.

 

#3: „Über uns gibt es nichts zu erzählen“

 

Ein sehr weit verbreiteter Irrtum. Unser Unternehmen ist nicht spannend.

Das interessiert die Leute doch nicht. Gegenfrage: Hast du schon ausprobiert,

ob die Leute sich für deine Geschichten interessieren. Die häufigste Antwort

lautet hier: „Nein“. Ich kann es nur immer wieder betonen: Mach dich als

Unternehmen und als Arbeitgeber greifbar. Erzähle die Geschichten von deinen

Projekten, Mitarbeitern, Kunden, Erfolgen, Fehlschlägen. Bring die Leute zum

Lachen und zum Weinen. Kein Satz zieht Menschen aller Altersstufen so sehr

in ihren Bann wie: „Komm‘ ich erzähle dir eine Geschichte…“

 

#4: „Social Media funktioniert bei uns nicht“

 

Wer diesen Satz verwendet, hat Social Media entweder noch nie ausprobiert,

oder er war nicht konsequent genug. Social Media ist definitiv kein Allheilmittel,

aber es gibt kein Medium in dem du dich als Arbeitgeber so umfangreich und

mit großer Reichweite präsentieren kannst, wie dort. Dass auch hier kein Erfolg

über Nacht einsetzt, muss und sollte jedem klar sein. Sicher ist: Es gibt kein

besseres Medium für deine Mitarbeitergewinnung als das Internet und die

sozialen Netzwerke. Das funktioniert auch bei dir – ganz sicher!

 

#5: „Sie sind teamfähig“

 

Eine Floskel die gerne in Stellenanzeigen verwendet wird. Sie steht

stellvertretend für eine ganze Reihe weiterer Floskeln wie:

„Schicken Sie uns Ihre aussagekräftige Bewerbung“ oder „Es erwartet

Sie ein familiäres Umfeld“. Hinweisen möchte ich dich auf folgendes:

Kein Kandidat liest deine Stellenanzeige und denkt sich dann: „Oh Mann,

das hört sich alles super an, aber ich bin nicht teamfähig. Schade!“

Das sind leere Worte. Achte in deiner Mitarbeitergewinnung darauf,

das du konkret sagst und zeigst, was Sache ist. Ein familiäres Umfeld

kann vieles bedeuten. Genauso kann sich unter einer aussagekräftigen

Bewerbung jeder etwas anderes vorstellen. Mache konkret greifbar,

was in deinem Unternehmen passiert.

 

#6: „In 2 Wochen ist der Arbeitsplatz dann fertig eingerichtet“

 

Sehr viele Mitarbeiter entscheiden in den ersten Tagen darüber, ob sie sich eine

Zukunft im Unternehmen vorstellen können. Außerdem ist das Interesse des

Umfeldes in den Anfangstagen am größten. Deswegen sollte gerade am Anfang

alles rund laufen. Wer kommt und dann zwei Wochen auf seinen Computer,

sein Werkzeug oder seine Einarbeitung warten muss, verliert schnell die

Motivation. Und darüber berichtet er. Das schadet deiner Arbeitergebermarke

und somit deiner Mitarbeitergewinnung.

Einen Artikel über den „Start im Unternehmen“ findest du hier >>

 

#7: „Wir haben schon alles probiert“

 

Natürlich ist jedes Unternehmen anders. Doch für fast 100 Prozent von Ihnen

gilt: Es gibt in der Mitarbeitergewinnung und beim Aufbau einer

Arbeitgebermarke noch mehr Möglichkeiten, als sie sich vorstellen können.

Die Grenzen deiner Mitarbeitergewinnung sind die Grenzen deiner

Kreativität. Natürlich ist es leichter, den „schwarzen Peter“ einem anderen

zuzuschieben – Politik, Eltern, Lehrern etc. etc. Den größeren Erfolg hast du

allerdings, wenn du nicht sagst „Wir haben schon alles probiert“, sondern

wenn du dich immer wieder aufs Neue fragst „Was haben wir alles noch

nicht probiert?“. Glaube mir, es gibt unzählige Möglichkeiten!

 

Sabotage in der Mitarbeitergewinnung – Das Fazit

 

Egal was du versuchst: Mitarbeiter gewinnen, Kunden gewinnen, große Ziele erreichen.

Das Wichtigste ist erstmal, dass du daran glaubst, dass es funktioniert. Ich weiß,

das hört sich abgedroschen an. Es ist aber Realität. Das heißt nicht, dass alles woran

du glaubst auch funktioniert. Deine Chancen steigen jedoch immens.

In der Mitarbeitergewinnung ist das nicht anders.

In diesem Sinne: Nicht labern, machen!

 

 


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